Soul Labels und Künstler
Die Geschichte der Soulmusik ist eng verbunden mit allgemein bekannten und berühmten Namen von Künstlern sowie Musiklabels. Die Anfänge des Souls definieren sich vor allem über Namen wie Ray Charles und James Brown sowie über die berühmten weiblichen Kolleginnen wie Ella Fitzgerald oder Dinah Washington, welche sehr stark Elemente aus der Gospelmusik in ihre Songs einfließen ließen.

Bereits in den späten 40er Jahren gründete sich dann das landläufig als erstes Soullabel bekannte Musiklabel "Atlantic Records" unter Ahmet Ertegrün. Der berühmteste Künstler und somit Aushängeschild des Labels war der oben bereits erwähnte Ray Charles. Als dieser 1960 das Label verließ, war es an Solomon Burke, sein Erbe weiterzuführen und das Überleben des Musiklabels zu sichern. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem Stück "Everybody Needs Somebody To Love", wurde jedoch vor allem nach dem Zugang von Aretha Franklin durch ihr Talent und ihre Popularität in den Schatten gestellt. Sie gilt nach wie vor als größter Star des sehr gospellastigen Atlantik-Sounds, der von den meisten Musikwissenschaftlern heute grob dem Southern Soul zugerechnet wird.
Ein weiteres Label des Southern Soul war das Studio Stax, das der ehemaligen Bankangestellte Jim Stewart 1957 gegründet hatte. Der Star dieses Labels war Otis Redding, aber auch Elvis Presley und Neil Diamond nahmen in der lockeren Atmosphäre der Stax Studios ihre von vielen Kritikern als die erfolgreichsten angesehenen Alben auf. Der südlichen, gospellastigen Soulmusik stand im Norden das oben bereits erwähnte Label Motown gegenüber, das sich von Anfang an auf die Vermarktbarkeit der Soulmusik konzentrierte. Das von Berry Gordy Ende der 50er gegründete Studio verfügte über eine eigene Band, die Funk Brothers, die den geschliffenen, für einen Ohrwurm prädestinierten, Sound des Labels in Szene setzen sollten. Die Liste der Künstler, die bei Motown unter Vertrag standen, ist lang: es finden sich Namen wie Martha Reeves, Marvin Gaye, Stevie Wonder, Edwin Starr und die berühmte Popgruppe The Surpremes mit der Frontfrau Diana Ross.
Neben diesen Hauptströmungen der Soulmusik in den 60er Jahren gab es auch Künstler, die sich einer eindeutigen Kategorisierung verweigerten. Der berühmteste von ihnen war und ist James Brown, der den Ruf als Idol der schwarzen Musik wirklich verdient.
Auch der aus Chicago stammende Sänger Curtis Mayfield wurde trotz seiner religiösen Sanftheit zu einem Idol der Bürgerrechtsbewegung. In Chicago boten sich ihm neben dem etablierten Unternehmen Chess auch das zum CBS-Konzern gehörende Label Okeh.